Was ich 2023 anders mache - Teil 1

Was ich 2023 anders mache - Teil 1

Am Ende jeden Jahres beginnen die Jahresrückblicke und Zielsetzungen für das nächste Jahr. Ich habe meine Strategie und mein Depot ebenfalls einem kritischen Blick unterzogen und mir überlegt, was ich anders machen will/kann. Aufgeteilt in drei getrennte Blogartikel erzähle ich euch, was ich 2023 ändern möchte.

Teil 1: Depots zusammenfassen

Zurzeit habe ich meine Aktien und ETFs auf insgesamt vier Depots verteilt. Mein erstes Depot habe ich 2017 bei der ING-DIBA eröffnet. Im ING Depot habe ich zunächst ausschließlich Aktien-Einzelkäufe und Aktien-Sparpläne ausgeführt. Ein Jahr später kam ein Depot bei der Consorsbank hinzu. Im Depot der Consorsbank habe ich Sparpläne auf insgesamt vier ETFs angelegt und nutze das Depot auch ausschließlich für Sparpläne. Als dann die ersten Neobroker in Deutschland unterwegs waren kamen 2020 noch ein Depot bei Trade Republic und 2021 ein Depot bei Scalable Capital hinzu. Bei Trade Republic habe ich in erster Linie Aktien-Sparpläne und ein paar kleine Zockerpositionen laufen. Bei Scalable Capital habe ich drei weitere ETF-Sparpläne angelegt die seit einem Jahr laufen. Warum also sollen die Depots zukünftig zusammengefasst werden? Und welche Depots werde ich dafür auflösen und welche weiter nutzen?

Wenn die Sparpläne einmal eingerichtet sind, laufen die Depots eigentlich von ganz allein. Das lässt sich generell über jeden der vier Broker sagen. Dennoch machen vier Depots viel Arbeit, wenn man die Ergebnisse zusätzlich über Portfolio Performance oder eine Excel-Tabelle tracken und archivieren möchte. Vier Mal einloggen, das Postfach nach neuen Unterlagen durchsuchen, die entsprechenden PDFs herunterladen, bei Portfolio Performance einlesen und schließlich noch digital archivieren. Zugegeben, der Aufwand bleibt nach wie vor hoch, allerdings muss ich die Prozedur nur noch bei zwei und nicht mehr bei vier Depots durchführen.

Jeder Broker stellt die Daten anders zur Verfügung. Zwar lassen sich bei jedem Broker importierbare PDFs erzeugen/herunterladen, allerdings ist die Zugänglichkeit, Erkennung neuer und ungelesener Dokumente und die Benennung der Dateien bei jedem Broker unterschiedlich. Am Bestens gefällt mir der Dokumentendownload bei der ING und der Consorsbank. Dort lässt sich auf einen Blick erkennen, welche Dokumente neu bzw. ungelesen sind. Trade Republic und Scalable Capital stellen neue bzw. ungelesene PDFs aus meiner Sicht recht kompliziert und unübersichtlich zur Verfügung. Die Dokumente werden nicht zentral in einem Postfach aufgeführt, sondern müssen jeweils über das Wertpapier bzw. einen Wertpapier-Feed gesucht werden. Des Weiteren ist nicht erkennbar welche Dateien bereits eingesehen und/oder heruntergeladen wurde. Das führt zu Verwechselungen und doppelter Kontrolle.

Abschließend spielen die Depotkosten eine erhebliche Rolle. Unter Berücksichtigung meiner Anlagestrategie ist die Consorsbank bei knapp 10€ Kaufkosten und 1,5% Sparplan-Provision mit Abstand der teuerste der vier Broker. Gefolgt von der ING mit 4,90€ Kaufkosten und 1,75% Sparplan-Provision. Trade Republic und Scalable Capital sind mit nur einem Euro Kaufkosten und kostenlosen Sparplänen deutlich günstiger.

Ich habe mich dazu entschieden meine Depots bei der Consorsbank und bei Scalable Capital aufzulösen. Zukünftig werde ich ausschließlich bei der ING und Trade Republic handeln bzw. meine Sparpläne anlegen/weiterführen. Wobei ich meinen Fokus für zukünftige Trades verstärkt auf Trade Republic legen möchte, weil es deutlich kostengünstiger ist. Die Wertpapiere der aufgelösten Depots werde ich in den nächsten Monaten zu Trade Republic übertragen. Langfristig möchte ich so meine Wertpapiergebühren senken, meine Depots übersichtlicher gestalten und mit weniger Aufwand meine Ergebnisse tracken können.

In den nächsten Tagen folgt Teil 2: Zockerpositionen und Null-Dividende-Wertpapiere verkaufen.

Was meint ihr dazu? Habt ich auch Änderungen an eurer Strategie oder an eurem Depot geplant?

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